39.   Wasserkrug. Wasser ist im Alltag lebensnotwendig. Da es in Tihany lange Zeit keine Brunnen oder Quellen gab, musste man hier besonders hart dafür kämpfen: „Die Mädchen aus dem Dorf flüchteten am liebsten vor der harten Arbeit, die das Wasserholen in Tihany bedeutete, aufs Land. Bis 1925 mussten die Tihanyer das Trinkwasser, sowohl im Sommer als auch im Winter, in Krügen und Fässern auf dem Kopf oder in Eimern über den Schultern aus dem Plattensee holen. Die Wohlhabenderen haben das Wasser in Fässern auf Karren transportiert. Die weniger Betuchten konnten das Wasser beim Herrn Peter Bercsik, eine bekannte Figur des Tihanyer Alltags, kaufen. Sie zahlten zwanzig Pfennige pro Kanne Wasser. Herr Bercsik brachte das Wasser auf seinem zweirädrigen Eselskarren in Fässern und verkaufte es im Dorf. Der Name seines Esels war Szikra – das bedeutet „Funken“ auf Ungarisch.