Ab den 1930er Jahren war es auch in Tihany üblich, dass die Einheimischen in ihrem Bauernhaus ein Zimmer an Feriengäste vermieteten. Die Einheimischen entdeckten also auch neue Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmen aus dem Tourismus. All das führte sowohl direkt als auch indirekt dazu, dass die bislang ländlich geprägte Wohnkultur modernisiert wurde. Die Einrichtung des kleinen, aus der früheren Laube umgebauten Zimmers zeigt diese Entwicklung. Daneben wird hier auch gezeigt, dass Tihany ein beliebtes Ziel von Ethnographen war. Die Ausstellung ist keiner bestimmten Person gewidmet. Trotzdem ist der Name des Forschers, Károly Viski, hervorzuheben. Er verbrachte schon während seines Studiums an der Uni und im Urlaub mit seiner Freundin viel Zeit mit aufwendigen Forschungen in Tihany zum Beispiel zum Thema Fischerei.

Der Volkskundler Béla Gunda (in kurzen Hosen) und seine Begleiter während ihrer Sammeltätigkeit im Balaton-Oberland.
Die Aufnahme entstand in der Gemarkung des benachbarten Ortes Örvényes.
Laczkó-Dezső-Museum, Quellenwertige Fotografien. Inv.-Nr. 8295, 1954.
1 Kleiderhaken
2 Fotoapparat
3 Kameratasche
4 Damenhut
5 Tisch mit gekreuzten Tischbeinen
6 Korbstuhl
7 Wecker
8 Feldflasche
9 Schreibmaschine
10 Computermaus
11 Fernrohr
12 Etui für Fernglas
13 dikó / Bett
14 Bettdecke
15 petroleumlampe / Hängelampe
16 teller
17 Spiegel
18 teller
19 Andenken / Vase
20 Badeanzug
21 Sonnenliege
22 Fusshalter
23 korb
24 Koffer
25 Truhe / Banktruhe
26 Schuhe