
19. Tagesdecke. Az In der dargestellten Epoche war es in dieser Region noch überhaupt nicht üblich Betten nebeneinander zu stellen. Es war ein unbekanntes Phänomen. Die Männer und noch mehr die jungen Burschen schliefen nicht einmal im Haus, sondern im Stall auf aus Heu gelegten Schlafmöglichkeiten.
Die Leinenwaren wurden in jener Zeit überwiegend in häuslicher Herstellung gefertigt. Als Hauptrohstoff diente Hanf, der in Tihany in der als „Kenderföldek“ bezeichneten Flur entlang des südöstlichen Ufers der Halbinsel angebaut wurde.
Trocknender Hanf vor der Veranda eines Wohnhauses in Szentgál. Die Dorfbewohner bemühten sich, das Einweichen von Hanf in fließenden Gewässern zu vermeiden – ein Verfahren, bei dem giftige Stoffe aus der Pflanze freigesetzt wurden. In manchen Orten war dies sogar verboten, aus Sorge vor Fischsterben und der Verunreinigung des Trinkwassers. Daher wurden am Rand der Gemarkung oder auf den eigenen Grundstücken kleine Hanf-Röstegruben angelegt.
Aufnahme von Aurél Vajkai aus dem Jahr 1942. Laczkó-Dezső-Museum, Quellenwertige Fotografien. Inv.-Nr. 5739.
