49.   Butterstampfer. Die Butter wird aus geronnener Milch oder dem abgeschöpften Rahm mit Hilfe des Stampfers (bestehend aus einem Fass und einem „Stößer“, also einem langen Holzgriff am Ende mit einem flachen, runden Kopf mit Löchern) geschlagen, beziehungsweise gestampft. Eine lustige Geschichte aus Tihany erzählt über einen Mann, der während der Ernte damit geprahlt habe, er könne einen Liter des sauren Getränks, welches beim Butterstampfen übrigbleibt (also Buttermilch) in einem Zug trinken. Die Tochter des Gastgebers saß den ganzen Vormittag vor dem Butterstampfer um den Arbeiter eine Freude zu bereiten. Beim Mittagessen gab es dann großes Gelächter: alle bekamen gute Fleischsuppe und Apfelstrudel auf ihre Teller, nur der arme Mann erhielt die saure „Brühe“. Nach seiner Angeberei hatte er selbstverständlich nicht den Mut zu sagen, er würde auch lieber Strudel essen…