
48. Teedose. Tee war in der ungarischen Bauernkultur in erster Linie als Arzneimittel im Gebrauch. Die Frauen von Tihany sammelten die Heilkräuter am Morgen des 26. Juli, am Tag der Hl. Anna, als diese noch vom Morgentau bedeckt waren. Man war der Meinung, dass die Heilkräuter, die man zu dieser Zeit pflückte am wirksamsten sind. Importierten Tee brachten auch erst die Urlauber aus der Hauptstadt mit.
Ein Hof in Köveskál im Jahr 1981. Gibt es ein besseres Bild, das von den einst vielgestaltigen Bauerngärten unserer Großmütter zeugt? Schleierkraut, Studentenblume, Prunkwinde, Rose, Zinnie, Chrysantheme … Haben wir etwas vergessen? Aufnahme von Emőke Laczkovits aus dem Jahr 1981. Laczkó-Dezső-Museum, Quellenwertige Fotografien. Inv.-Nr. D.8036.

Eine Frau, die Heilkräuter auf dem Markt in Veszprém verkauft. 1938, Aufnahme von Aurél Vajkai. Laczkó-Dezső-Museum, Quellenwertige Fotografien. Inv.-Nr. N.1432.
