Die Einrichtung des Zimmers deutet darauf hin, dass die Eigentümer im Wohnstil einem eher bürgerlichen Vorbild gefolgt sind. Gleichzeitig befinden sich aber auch archaische Möbelstücke im Raum. Das Aufstellen der Betten nebeneinander kam über den Einfluss des städtischen Bürgertums in Mode. Die repräsentativen, aber nicht wirklich praktischen Truhen zur Aufbewahrung von Kleidung wurden im dargestellten Zeitraum durch Kástl (ein kleinerer Schrank mit Schubfächern) ersetzt. Auch Kleiderschränke waren zu dieser Zeit schon allgemein verbreitet. Der Stampfboden, ein Erbe der traditionellen Wohnkultur dieser Gegend, hat man noch lange beibehalten, und das obwohl in Tihany mehr als genug Stein vorhanden war. Trotzdem wurde diese Art von Boden nicht durch Steinboden oder Dielenboden ersetzt. Damit es im Haus nicht staubte, musste der Boden regelmäßig mit etwas Schlamm und Wasser gepflegt werden. Sowohl das nur selten genutzte, sogenannte „saubere Zimmer“, als auch das hier eingerichtete Wohnzimmer repräsentieren in ihrer Ausstattung durch hochwertigen, zeitlosen Möbeln einen jüngeren Stil, als die Einrichtung in der Küche.
1Holzkleiderhaken
2Stock
3Kástl
4Die Statue des Heiligen Antonius
5Maria-Statue von Lourdes
6Tisch
7Becher aus Steingut
8Fernbedienung
9Tischdecke
10Ungarisches Kartenset
11Stuhl aus Latten
12Stuhl aus Latten
13Stuhl
14Stuhl
15Kerzenhalter aus dem Keller
16Wachskerze
17Zither
18Spiegel
19Heiligenbild
20Nähmaschine
21Stuhl
22Wiege
23Wickel
24Bett
25Bett
26Kommode
27Kruzifix
28Bettdecke
29Bettdecke
30Stiefelknecht / Stiefelzieher
31Stiefel
32Kleiderschrank
33Teller
34Weihwasserbehälter
35Lüsterlampe
36Truhe