Ghaz_konyha

Küche

Will man in die Küche, kommt man erstmal nur in den „Vorraum“. In dieser Gegend wurde nämlich nur der hintere Teil des Raumes - unter dem offenen Küchenschornstein - Küche genannt. Mit dem Ausbau von offenen Schornsteinen wurden die Rauchküchen modernisiert. Auch der Rauch des im Innenraum stehenden Kachelofens konnte dadurch abgeleitet werden. Der offene Schornstein besteht aus einem breiten, in der Regel aus Ziegeln gemauerten Kamin und außerhalb des Daches aus einem langen, kunstvoll geformten Schornstein, der den schnellen Abzug des Rauches sichert. Da der Rauchabzug damit gelöst war, konnte man die Wände mit schönen Textilien verzieren, wie man hier auch sehen kann. Im Kamin mit gutem Luftabzug konnte man Fleischwaren räuchern, die so vor Nagetieren sicher waren. Bereits in den 40er und 50er Jahren nahm die Verwendung von Emaille-Geschirr aus den Fabriken zu. Die von den Töpfern hergestellten Keramikgefäße gerieten immer mehr in den Hintergrund und verfügten nur noch über eine dekorative Funktion.

Gaz_kamra

Speisekammer

In diesem Abstellraum des Hauses lagerte man die Haushaltsgegenstände und Geräte, die man nicht täglich benötigte. Auch bestimmte Sorten von Lebensmitteln wurden hier aufbewahrt.
Man nannte diese Räume „spájz“, ein Wort, was aus dem Deutschen übernommen wurde.
Die Kammer wurde sorgfältig vor allen Witterungseinflüssen, z.B. Staunässe, geschützt, aber nie beheizt.
Sie war nicht für jedermann zugänglich; nur die Hausherrin und eventuell der Hausherr konnten sie betreten, wenn es nötig war.
Hier wurden nämlich auch wertvolle oder gefährliche Gegenstände „versteckt“ - aus den Beschreibungen zur Ausstellung erfährt man auch welche damit gemeint sind.

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